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Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hofft zwar immer noch darauf, die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison fortzusetzen – allerdings ist dazu laut Beschluss des BFV-Vorstands ein »nahezu uneingeschränkter« Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai notwendig (wir berichteten).
Andernfalls droht der Spielzeit der Abbruch – die Auf- und Absteiger werden dann per Quotientenregel ermittelt. Sollte der Quotient – erzielte Punkte geteilt durch absolvierte Spiele – bei zwei Mannschaften gleich sein, entscheidet der direkte Vergleich.
Für den Tabellenführer in der Kreisklasse 4, die DJK Otting (38 Punkte/18 Spiele/Quotient 2,11), bedeutet das: Aufsteiger wäre nicht der Spitzenreiter, sondern der Zweitplatzierte SC Anger (37/17/2,18). Ottings Trainer Andreas Horner hofft wie der Verband deshalb noch auf eine Fortsetzung der Saison: »Es wäre natürlich sehr schade, die Saison nicht sportlich zu Ende zu bringen. Am Grünen Tisch kann es nicht fair sein«, betont er, räumt aber auch ein, dass Anger durch die Quotientenregelung »gerechterweise« vor der DJK liege, »da sie ein Spiel weniger ausgetragen und auch den direkten Vergleich gegen uns gewonnen haben. Wir würden das aber gerne auf dem Platz austragen und nicht durch Abbruch.«
Für den Trainer ist vor allem »unverständlich, warum wir im Freien – bei sehr geringem Infektionsrisiko und guten Hygienekonzepten der Vereine – unser liebstes Hobby nicht ausüben können. Es hat sich ja letztes Jahr auch schon bewährt und gut funktioniert.«
Von einem Abbruch wäre auch der TSV Fridolfing (15/17/0,88) betroffen: Der Tabellenvorletzte würde – ebenso wie Schlusslicht TSV Tittmoning (12/16/0,75) – direkt absteigen. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Bernhard Zeif nach einer schwachen Hinrunde mit nur einem Sieg in der Rückrunde in fünf Partien zwei Siege und drei Unentschieden geholt. In der Tabelle trennen die Fridolfinger nur drei Punkte vom sicheren Nichtabstiegsplatz zehn.
»Wenn man diese ewige Saison betrachtet, dann hatten wir natürlich eine ziemliche Seuchen-Vorrunde«, gibt Bernhard Zeif zu. »Wir haben uns dann aber durch einige Neuzugänge und Rückkehrer nach Verletzungen wieder die Chance erarbeitet, die Klasse zu halten: Wir haben aus den letzten fünf Spielen neun Punkte geholt und waren sehr optimistisch bei einer Fortsetzung.« Ärgerlich ist für ihn dabei vor allem, dass der Verein »aus reiner Vorsicht vor Corona Spiele verschoben« habe. »Wenn damals eine gewisse Quotientenregel bekannt gewesen wäre, hätten wir diese Spiele sicher gespielt«, sagt er. Deshalb wollen auch die Fridolfinger die Hoffnung noch nicht aufgeben: »Auch wenn es meiner Meinung nach unrealistisch ist, die Saison zu Ende zu bringen, muss man in unserer Situation noch darauf hoffen«, meint Bernhard Zeif. Klar ist für ihn nämlich auch: »Ein Abstieg am Grünen Tisch in einer Saison, die über zwei Jahre geht, durch Einführung einer Quotientenregel – das wäre schon sehr hart.«
Eine Fortsetzung der Saison kann sich auch Christian Schmidbauer, Fußball-Abteilungsleiter beim SV Laufen kaum vorstellen: »Langsam wird die Zeit knapp und mögliche Englische Wochen sind wohl rein aus Sicht der Verpflichtungen an den jeweiligen Arbeitsplätzen mehr als schwierig durchzuführen, wenn nicht sogar utopisch.«
Unabhängig davon, ob die Saison weitergeht oder abgebrochen wird, treibt der neuntplatzierte SVL seine Planungen voran: So wird Trainer Markus Klinger, der das Amt zu Beginn der »Corona-Saison« 2019/21 übernommen hat, über den Sommer hinaus bei seinem Heimatverein bleiben. »Markus Klinger war und ist in der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus unsere erste Wahl und wir sind davon überzeugt, dass er die Mannschaft weiterhin engagiert und mit Herzblut betreuen wird«, erklärt Christian Schmidbauer.
Anders als in der Kreisklasse steigt in der A-Klasse 6 Tabellenführer DJK Weildorf (46/17/2,71) auch bei einem Abbruch der Saison auf. Der Spitzenreiter hat zwar eine Partie weniger absolviert als der WSC Bayerisch Gmain (46/18/ 2,56), hätte aber selbst dann noch die Nase vorn, wenn die Weildorfer noch ein 18. Spiel ausgetragen und verloren hätten – denn sie haben beide direkten Duelle mit dem WSC in der Saison gewonnen. jom

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Mannschaftstraining mit Kontakt und auch Fußballspiele jedweder Art bleiben in Bayern auch weiterhin strikt untersagt. Das bayerische Kabinett hat in seiner Sitzung vom 7. April beschlossen, die ursprünglich ab dem 12. April 2021 geplanten weiteren Öffnungsschritte in den Bereichen Kultur, Gastronomie und Sport um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 26. April 2021 auszusetzen. Damit steht gemäß des vom BFV-Vorstand verabschiedeten Vier-Punkte-Plans de facto auch fest, dass die Durchführung des Ligapokal-Wettbewerbs nicht mehr möglich ist. Entsprechend wird dieser auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene als Zusatzwettbewerb gestrichen. Den entsprechenden formellen Beschluss wird der Vorstand in seiner Sitzung am 14. April 2021 fassen.
TRAININGSBETRIEB
Inzidenzen, kontaktfreies Training, Mindestabstand: Das gilt aktuell für den Sport in Bayern
Diese Regelung gilt bekanntlich nicht für die Regionalliga Bayern, für deren Ligapokal-Wettbewerb vom Verbandsvorstand im Dialog mit den beteiligten Vereinen noch eine gesonderte Entscheidung zu treffen ist. Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hatte Ende März einen Vier-Punkte-Plan für den Umgang mit der weiter wegen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden staatlichen Verfügungslagen unterbrochenen Spielzeit 2019/21 im Herren-Bereich, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 beendet werden sollte, verabschiedet. Dieser sah unter anderem vor, dass der Ligapokal-Wettbewerb nicht fortgeführt werden kann, sollte ab dem 19. April 2021 kein flächendeckender Trainingsbetrieb mit Kontakt in Bayern möglich sein.
Neben der jetzigen Streichung des Ligapokal-Wettbewerbs beinhaltet der vom BFV-Vorstand verabschiedete Plan folgende weitere drei Punkte:
1. Um noch möglichst viele oder alle der ausstehenden Spiele der Punkt-Runden zu Ende zu bringen, braucht es einen nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai 2021. Sollte dies nicht der Fall sein, muss über einen Abbruch der Verbandsspielrunden entschieden werden. Hierzu werden alle Vereine vor der Entscheidung des Verbandsvorstands durch Einholung eines Meinungsbilds mit einbezogen. Für den Fall des Abbruchs einer Saison sehen die Bestimmungen der Spielordnung (§ 93 SpO) eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor.
2. Der Verbandsvorstand hält einen Spielbetrieb unter der Voraussetzung, dass jeweils ein negativer Corona-Test vorzuweisen ist, in der Fläche für nicht durchführbar und unter den aktuellen staatlichen Rahmenbedingungen nicht realisierbar.
3. Der Toto-Pokal-Wettbewerb soll im Austragungsmodus noch nicht verändert werden. Bezüglich der möglichen Fortführung des Toto-Pokal-Wettbewerbs bzw. der Ermittlung des Teilnehmers an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde wird ein separater Vorschlag im Dialog mit den noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen durch den Verbandsvorstand erarbeitet.
Für Frauen, Juniorinnen und Junioren gelten die Punkte 1 und 2 analog. Beim Verbandspokal-Wettbewerb der Frauen und der Juniorinnen sowie Junioren werden individuelle Lösungen noch erarbeitet.

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Der Amateurfußball in Bayern befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie noch immer in der Saison 2019/2020. Der Ball ruht auf den Rasen des Freistaates seit Monaten. Dennoch planen die Vereine über den diesjährigen Sommer hinaus.
So auch der SV Laufen. Der Club von der Salzach verlängerte vor kurzem sein Engagement mit Trainer Markus Klinger. Klinger ist seit Beginn der Mammutsaison 2019/2020 auf der Trainerbrücke des Fußball-Kreisklassisten und wird auch über den Sommer hinaus das Amt des Chefcoaches bei seinem Heimatverein ausfüllen.
Fußballabteilungsleiter Christian Schmidbauer zeigte sich erfreut über die zeitige Vertragsverlängerung des Trainers. „Markus Klinger war und ist in der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus unsere erste Wahl und wir sind davon überzeugt, dass er die Mannschaft weiterhin engagiert und mit Herzblut betreuen wird.“
Ob die Mammutsaison 2019/2020 wirklich zu Ende gebracht werden kann, daran hegte der Abteilungsleiter des SVL einige Zweifel. „Langsam wird die Zeit knapp und mögliche englische Wochen sind wohl rein aus Sicht der Verpflichtungen an den jeweiligen Arbeitsplätzen mehr als schwierig durchzuführen, wenn nicht sogar utopisch.“ Klinger stieß in dasselbe Horn und machte deutlich, dass nach so langer Pause eine vernünftige Vorbereitung unumgänglich sei. „Die Verletzungsgefahr bei zu kurzer Vorbereitungsphase ist enorm und ob es dann die Sache wert ist, diese Mammutsaison regulär zu beenden, ist aus meiner Sicht genau zu bedenken“, so der Trainer des SV Laufen. Dennoch verliehen die beiden Laufener Akteure ihrer Vorfreude Ausdruck, wenn es erlaubt ist, die Akteure der Salzachstädter Kicker wieder persönlich treffen zu können und ihren Fußballsport ausüben zu dürfen.

Links Trainer Markus Klinger mit Abteilungsleiter Christian Schmidbauer