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Der Bayerischer Fußball-Verband will die Saison 2019/21 auf dem Platz und nicht am grünen Tisch beenden. Doch aufgrund der erneut steigenden Infektionszahlen rückt aktuell der Re-Start wieder in weite Ferne. beinschuss.de hat die möglichen Auf- und Absteiger der vier Kreisklassen anhand der Quotientenregel errechnet, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden können.
Die Inzidenzwerte in Deutschland und in der Region steigen weiter an und so können die lang ersehnten Lockerungen für den Amateursport in vielen Regionen kaum bis gar nicht umgesetzt werden.
Bei einem Saisonabbruch würde die Quotientenregel greifen
Auch der Bayerische Fußball-Verband ist zum Warten gezwungen und muss hoffen, dass sich nach den Feiertagen die Situation verbessert und die Inzidenzwerte sinken. Ob dies allerdings eintreten wird, bezweifeln einige Experten bereits. Sicher ist, dass der BFV die Saison gerne sportlich auf dem Platz und nicht am grünen Tisch beenden möchte. Dazu wäre aber ein Saisonstart im Mai, will man die Mammutsaison 2019/21 nicht noch einmal verlängern, notwendig.
Der Verband hat bereits durch eine Änderung der Spielordnung den Weg für einen möglichen Saisonabbruch bereitet. Wenn 75 Prozent aller Mannschaften mindestens 50 Prozent der Verbandsspiele ausgetragen haben und die Saison aufgrund höherer Gewalt oder einer staatlichen oder kommunalen Verfügungslage nicht beendet werden kann, dann greift die Quotientenregel.
Relegations- oder Entscheidungsspiele würde es bei einem Abbruch nicht geben
Aber wie genau wird diese Regel angewandt? Die Anzahl der Punkte wird durch die Anzahl der gewerteten Spiele geteilt. Dabei kommt ein Wert heraus und zwar der Quotient. Dieser wird anschließend kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Diejenige Mannschaft, die den größten Quotienten vorweist, ist damit Tabellenerster.
Die Auf-und Abstiegsregelungen behalten dabei ihre Gültigkeit, wobei keine Relegations- und Entscheidungsspiele ausgetragen werden. Die Mannschaften, die also einen Auf- oder Abstiegsrelegationsplatz belegen, bleiben in ihren jeweiligen Spielklassen.
beinschuss.de hat für die vier Kreisklassen im Kreis Inn/Salzach nur anhand der Quotientenregel ausgerechnet, welche Teams auf- und welche abstiegen würden.
Kreisklasse 4
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
1. SC Anger 17 37 2.18
2. DJK Otting 18 38 2.11
3. SC Vachendorf 18 35 1.94
4. SVL Tacherting 17 29 1.71
Der SC Anger würde bei einem Abbruch und der Anwendung der Quotientenregel ganz knapp an DJK Otting vorbeiziehen, da die Runden auf zwei Nachkommastellen erfolgt. Damit würde der SCA aufsteigen. Die DJK würde aufgrund der fehlenden Relegationsspiele in der Liga bleiben.
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
10. SBC Traunstein II 17 18 1.06
11. TSV Bad Reichenhall 16 17 1.06
12. TSV Fridolfing 17 15 0.88
13. TSV Tittmoning 16 12 0.75
Im unteren Tabellendrittel würde sich am Endergebnis nichts verändern. Der TSV Fridolfing und der TSV Tittmoning würden als Absteiger feststehen.
Kreisliga 2
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
1. TSV Siegsdorf 20 42 2,1
2. SG Tüßling-Teising 18 37 2.01
3. TSV Reischach 17 33 1,94
4. SG Schönau 21 40 1,9
5. TSV Peterskirchen 20 38 1,9
6. SV Mehring 19 35 1,84
7. TSV Waging 18 27 1.5
8. SV Kay 21 31 1,48
9. BSC Surheim 19 22 1,16
10. TuS Traunreut 17 19 1,12
11. SC Inzell 19 20 1,05
12. FC Töging II 20 20 1
13. FC Hammerau 20 20 1
14. TSV Altenmarkt 20 14 0,7
15. ASV Piding 19 5 0,26
In der Kreisliga 2 würde die Tabelle bei Anwendung der Quotientenregel ordentlich durcheinander gewirbelt werden. Der TSV Siegsdorf würde dennoch als Meister feststehen und aufsteigen. Der TSV Altenmarkt und der ASV Piding, die auch aktuell die letzten beiden Tabellenplätze belegen, würden absteigen.
A-Klasse 6
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
1. DJK Weildorf 17 46 2.71
2. WSC Bayerisch Gmain 18 46 2.56
3. SV Kirchanschöring II 18 40 2.22
4. TSV Tengling 19 33 1.74
An der Abschlusstabelle würde sich bei der Anwendung der Quotienteregel im oberen Tabellendrittel nichts verändern. Die DJK Weildorf würde aufsteigen. Der WSC Bayerisch Gmain würde in der Liga bleiben, da keine Relegationsspiele ausgetragen werden.
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
11. BSC Surheim II 18 14 0.78
12. TSV Waging II 18 13 0.72
13. TSV Teisendorf II 19 12 0.63
14. SC Inzell II 17 4 0.24
Im unteren Tabellendrittel verändert sich am Endergebnis nichts. Der SC Inzell II und der TSV Teisendorf II würden als Absteiger feststehen.
Erläuterung der SV Laufen Redaktion:
Nach Berechnungen von Beinschuss.de wäre der SV Laufen raus aus dem Abstiegskampf. Derzeit liegt die 1. Mannschaft unter Trainer Markus Klinger auf Platz 8. Die Berechnung gibt zwar nicht her, wie sich die Plätze zwischen Auf-und Abstieg entwickeln würden, aber sicher scheint, dass der SVL mit den Abstiegsplätzen bei einer Quotientenregel nichts zu tun hat und alle Mannschaften, die jetzt hinter dem SV Laufen liegen, auch weiterhin hinter den Salzachstädtern platziert wären.

TOPBEITRAG DER WOCHE 15.03.21 - 21.03.21: Wenn Quotienten-Regel greift - Laufen bliebe Kreisklassist
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+++ TOPBEITRAG DER WOCHE 15. MÄRZ 2021 - 21. MÄRZ 2021: Dieser Beitrag fand in der vergangenen Woche bei unseren Lesern das größte Interesse ! +++
Der Bayerischer Fußball-Verband will die Saison 2019/21 auf dem Platz und nicht am grünen Tisch beenden. Doch aufgrund der erneut steigenden Infektionszahlen rückt aktuell der Re-Start wieder in weite Ferne. beinschuss.de hat die möglichen Auf- und Absteiger der vier Kreisklassen anhand der Quotientenregel errechnet, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden können.
Die Inzidenzwerte in Deutschland und in der Region steigen weiter an und so können die lang ersehnten Lockerungen für den Amateursport in vielen Regionen kaum bis gar nicht umgesetzt werden.
Bei einem Saisonabbruch würde die Quotientenregel greifen
Auch der Bayerische Fußball-Verband ist zum Warten gezwungen und muss hoffen, dass sich nach den Feiertagen die Situation verbessert und die Inzidenzwerte sinken. Ob dies allerdings eintreten wird, bezweifeln einige Experten bereits. Sicher ist, dass der BFV die Saison gerne sportlich auf dem Platz und nicht am grünen Tisch beenden möchte. Dazu wäre aber ein Saisonstart im Mai, will man die Mammutsaison 2019/21 nicht noch einmal verlängern, notwendig.
Der Verband hat bereits durch eine Änderung der Spielordnung den Weg für einen möglichen Saisonabbruch bereitet. Wenn 75 Prozent aller Mannschaften mindestens 50 Prozent der Verbandsspiele ausgetragen haben und die Saison aufgrund höherer Gewalt oder einer staatlichen oder kommunalen Verfügungslage nicht beendet werden kann, dann greift die Quotientenregel.
Relegations- oder Entscheidungsspiele würde es bei einem Abbruch nicht geben
Aber wie genau wird diese Regel angewandt? Die Anzahl der Punkte wird durch die Anzahl der gewerteten Spiele geteilt. Dabei kommt ein Wert heraus und zwar der Quotient. Dieser wird anschließend kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Diejenige Mannschaft, die den größten Quotienten vorweist, ist damit Tabellenerster.
Die Auf-und Abstiegsregelungen behalten dabei ihre Gültigkeit, wobei keine Relegations- und Entscheidungsspiele ausgetragen werden. Die Mannschaften, die also einen Auf- oder Abstiegsrelegationsplatz belegen, bleiben in ihren jeweiligen Spielklassen.
beinschuss.de hat für die vier Kreisklassen im Kreis Inn/Salzach nur anhand der Quotientenregel ausgerechnet, welche Teams auf- und welche abstiegen würden.
Kreisklasse 4
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
1. SC Anger 17 37 2.18
2. DJK Otting 18 38 2.11
3. SC Vachendorf 18 35 1.94
4. SVL Tacherting 17 29 1.71
Der SC Anger würde bei einem Abbruch und der Anwendung der Quotientenregel ganz knapp an DJK Otting vorbeiziehen, da die Runden auf zwei Nachkommastellen erfolgt. Damit würde der SCA aufsteigen. Die DJK würde aufgrund der fehlenden Relegationsspiele in der Liga bleiben.
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
10. SBC Traunstein II 17 18 1.06
11. TSV Bad Reichenhall 16 17 1.06
12. TSV Fridolfing 17 15 0.88
13. TSV Tittmoning 16 12 0.75
Im unteren Tabellendrittel würde sich am Endergebnis nichts verändern. Der TSV Fridolfing und der TSV Tittmoning würden als Absteiger feststehen.
Kreisliga 2
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
1. TSV Siegsdorf 20 42 2,1
2. SG Tüßling-Teising 18 37 2.01
3. TSV Reischach 17 33 1,94
4. SG Schönau 21 40 1,9
5. TSV Peterskirchen 20 38 1,9
6. SV Mehring 19 35 1,84
7. TSV Waging 18 27 1.5
8. SV Kay 21 31 1,48
9. BSC Surheim 19 22 1,16
10. TuS Traunreut 17 19 1,12
11. SC Inzell 19 20 1,05
12. FC Töging II 20 20 1
13. FC Hammerau 20 20 1
14. TSV Altenmarkt 20 14 0,7
15. ASV Piding 19 5 0,26
In der Kreisliga 2 würde die Tabelle bei Anwendung der Quotientenregel ordentlich durcheinander gewirbelt werden. Der TSV Siegsdorf würde dennoch als Meister feststehen und aufsteigen. Der TSV Altenmarkt und der ASV Piding, die auch aktuell die letzten beiden Tabellenplätze belegen, würden absteigen.
A-Klasse 6
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
1. DJK Weildorf 17 46 2.71
2. WSC Bayerisch Gmain 18 46 2.56
3. SV Kirchanschöring II 18 40 2.22
4. TSV Tengling 19 33 1.74
An der Abschlusstabelle würde sich bei der Anwendung der Quotienteregel im oberen Tabellendrittel nichts verändern. Die DJK Weildorf würde aufsteigen. Der WSC Bayerisch Gmain würde in der Liga bleiben, da keine Relegationsspiele ausgetragen werden.
Platzierung/Verein Spiele Punkte Quotient
11. BSC Surheim II 18 14 0.78
12. TSV Waging II 18 13 0.72
13. TSV Teisendorf II 19 12 0.63
14. SC Inzell II 17 4 0.24
Im unteren Tabellendrittel verändert sich am Endergebnis nichts. Der SC Inzell II und der TSV Teisendorf II würden als Absteiger feststehen.
Erläuterung der SV Laufen Redaktion:
Nach Berechnungen von Beinschuss.de wäre der SV Laufen raus aus dem Abstiegskampf. Derzeit liegt die 1. Mannschaft unter Trainer Markus Klinger auf Platz 8. Die Berechnung gibt zwar nicht her, wie sich die Plätze zwischen Auf-und Abstieg entwickeln würden, aber sicher scheint, dass der SVL mit den Abstiegsplätzen bei einer Quotientenregel nichts zu tun hat und alle Mannschaften, die jetzt hinter dem SV Laufen liegen, auch weiterhin hinter den Salzachstädtern platziert wären.

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Der Stufenplan im Amateur- und Breitensport sieht eine schrittweise Öffnung anhand von Inzidenzwerten vor. beinschuss.de hat sich in einer Blitzumfrage bei einigen Vereinen aus dem Raum Berchtesgadener Land umgehört, wie sie zu den Beschlüssen stehen. Landkreis Berchtesgadener Land - Bei der Bund-Länder-Konferenz in der vergangenen Woche beschloss die Politik einen Stufenplan, der schrittweise Öffnungen vorsieht. Seit Montag, den 8. März, ist bei einer Inzidenz unter 50 kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen bis maximal zehn Personen wieder erlaubt. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 ist Außensport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und „maximal von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich“ kontaktfrei möglich. Stand Freitag (12. März) hat der Landkreis Berchtesgadener Land eine 7-Tage-Inzidenz von 85,9.
Die Meinungen von Vereinsvertretern in der Blitzumfrage: Bleibt der Inzidenzwert über 14 Tage stabil, erfolgen weitere Lockerungsschritte. beinschuss.de hat in einer Blitzumfrage bei einigen Vereinsvertretern aus dem Landkreis Berchtesgadener Land nachgefragt, wie sie die beschloßenen Maßnahmen einschätzen und ob sie damit zufrieden sind.
Marcus Dinkler (1. Abteilungsleiter SV Saaldorf):
„Leider haben wir durch den Stufenplan und der stets schwankenden Inzidizenzahlen keine Planbarkeit erhalten. Die Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren haben diese Woche das erste Mal kontaktfrei trainiert, eventuell beginnen kommende Woche auch die Mädchenmannschaften. Die Reaktionen der Eltern waren super, sie sind froh, dass ihr Nachwuchs wieder Sport treiben kann. Zwar ist alles weiterhin kontaktfrei, aber besser so, als gar kein Training. Der Rest muss noch warten, da werden wir sehen wann wir starten. Die Sache mit den Selbsttest wirft für mich viele Fragen auf, denn für einen Verein ist das kaum zu stemmen. Dennoch ist jetzt etwas Optimismus spürbar und jeder im Verein ist und wäre froh, wieder auf den Platz zurückzukehren. Das wäre auch für die Psyche enorm wichtig.“
Moritz Bauregger (1. Abteilungsleiter TSV Teisendorf):
„Es ist aus unserer Sicht ein kleines Signal, aber viel hilft es uns nicht weiter und ist zu wenig. Wir fangen zunächst einmal nicht mit einem Trainingsbetrieb an. Wir wollen die Entwicklung abwarten und in zwei Wochen schauen wir weiter. Schön wäre es, wenn wir vor Ostern wieder starten könnten, wenn die Inzidenzen konstanter werden. Wir wollen nicht wieder alles abbrechen müssen. Bei den Kindern sind wir jetzt erst einmal froh, dass sie wieder in die Schule gehen können. Dennoch war es wichtig, dass für sie Möglichkeiten geschaffen wurden. Denn sie brauchen Bewegung.“
Manfred Oellerer (1. Abteilungsleiter BSC Surheim):
„Für uns haben die Lockerungen nichts mit Fußballtraining zu tun, weshalb wir keinen Trainingsbetrieb aufnehmen. Als ich die Maßnahmen gelesen habe, musste ich mit dem Kopf schütteln, weil es aus meiner Sicht keinen Sinn macht. Wie willst du bei Kindern kontaktlos trainieren, das ist sehr schwierig. Zudem haben die Vereine wieder keine Planbarkeit erhalten. Ich finde es sehr traurig, weil keiner genau weiß, wie es in der nächsten Zeit weitergehen soll.“
Andreas Reichenberger (1. Abteilungsleiter ASV Piding):
„Wir machen das, was wir machen können. Wir haben jetzt intern besprochen, dass wir frühestens ab dem 22. März starten werden. Die Lockerungen sind ein gutes Zeichen für die Kinder und die Trainer stehen in den Startlöchern. Aber wir müssen erst einmal unser Hygienekonzept überarbeiten, was leider viel Arbeit ist. Wir machen einfach das Beste aus der aktuell schwierigen Situation.“
Robert Oßwald (1. Abteilungsleiter TSV Bad Reichenhall):
„Im Prinzip finden wir die Maßnahmen gut und sind froh, dass die Politik den Sport auf der Agenda hat. Wir besprechen jetzt erst einmal intern, wie und ab wann wir die Lockerungen umsetzen können. Es ist aber ein wichtiger Schritt für die Kinder und Jugendlichen. Sie brauchen den Sport und sie sollten mehr im Fokus stehen als die Senioren.“
Andreas Sprinzing (1. Abteilungsleiter SC Anger):
„Für uns hat sich an der Situation nichts geändert. Die Plätze sind weiterhin von der Gemeinde gesperrt und fußballspezifisches Training es sowieso nicht erlaubt. Für uns sind die Maßnahmen deshalb keine große Hilfe und die Umsetzung auch nicht machbar. Vor allem bei den Kindern finde ich kontaktloses Training schwer bis hin zu unmöglich umzusetzen. Zudem sind wir im Berchtesgadener Land derzeit froh, dass die Kinder wieder in Schule gehen können. Festzuhalten bleibt, dass das Signal für uns zu wenig war und für uns kein Ende am Licht des Tunnels zu erkennen ist.“
Christian Schmidbauer (Abteilungsleiter SV Laufen):
„Wir haben bereits beschlossen, dass wir erst nach Ostern und wahrscheinlich am 12. April den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen werden. In dieser Zeit hoffen wir auf weitere Lockerungen. Vor allem die Sache mit den Schnelltest wollen wir nicht, wer soll das auch kontrollieren? Zudem kann ich kontaktfreien Sport auch im Garten machen, deshalb bringen die beschlossenen Lockerungen aus unserer Sicht für die Fußballer nichts.“

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Die beschlossenen Lockerungen im Amateursport geben keinen Aufschluss darüber, wann mit einem geregelten Spielbetrieb gerechnet werden kann. BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher und Verbandsspielleiter Josef Janker erklären, wie es mit dem Wettkampfspielbetrieb und dem Ligapokal-Wettbewerb weitergehen könnte. Eine Verlängerung der Saison über Ende Juni hinaus soll vermieden werden.
Bayern - Nach den Lockerungen im Breiten- und Amateursport ist seit Montag (8. März) ist in Bayern zumindest wieder kontaktloses Fußball-Training in fest definierten Gruppengrößen möglich, wobei die 7-Tage-Inzidenz die Rahmenbedingungen vorgibt und den Möglichkeiten enge Grenzen setzt. Die Aussichten auf einen Spielbetrieb sind alllerdings noch düster und es sind keinen Anzeichen von Seiten der Politik zu erkennen, wann wieder gestartet werden kann.
Faltenbacher zum Thema Saison-Abbruch: „Nicht meine Auffassung von Sport“
Von den ersten Vereinen und deren Vertretern wurden bereits die Rufe wieder laut, die Mammutsaison 2019/21 jetzt doch noch abzubrechen. Dagegen wehrt sich BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: „Einen Abbruch sehe ich nach wie vor als allerletztes Mittel, denn er hätte gravierende Folgen. Wir würden die Saison gemäß der Quotienten-Regelung werten, wir hätten also Auf- und Absteiger, die sozusagen am Grünen Tisch ermittelt würden“, sagt Faltenbacher. „Das ist nicht meine Auffassung von Sport.“
Auch Verbandsspielleiter Josef Janker betont noch einmal, dass man durch die Fortsetzung der Saison an Flexibilität und Zeit gewonnen habe. „Wir wissen um die Ungeduld, die auch absolut nachvollziehbar ist“, sagt Janker. „Wir müssen keine ganze Saison mehr absolvieren, haben in der Regel noch eine geringe Zahl an offenen Spielen, die an zwei Händen abzuzählen ist. Ich bin nach wie vor optimistisch, dass das auch klappt und wir diese Spiele über die Bühne bekommen. Von daher brauchen und werden wir jetzt keine Entscheidung übers Knie brechen, die uns in ein paar Wochen vielleicht einholt und allerorten für Verdruss sorgen wird.“
Janker zum Thema Ligapokal: „Müssen uns in Geduld üben und Entwicklung abwarten“
Wie der BFV zuletzt bestätigte, würde für die Ligen allein sogar ein Starttermin im Mai reichen. Doch was ist mit dem neu geschaffenen Ligapokal? Wenn es am letzten April-Wochenende (23. bis 25. April) weitergehen könnte, so haben es die Spielplangestalter ausgerechnet, ließe sich neben der Punkterunde auch der neu geschaffene Pokalwettbewerb noch unterbringen. Einige Vereine sehen dies kritisch und planen bereits eine Abmeldung.
„Auch hier müssen wir uns noch etwas in Geduld üben, wir müssen die Entwicklungen abwarten und dann eine Entscheidung treffen“, betont Janker. „Wir wissen auch, dass viele Vereine über einen Rückzug aus dem Ligapokal-Wettbewerb nachdenken, weil der wohl nur dann zu Ende zu spielen sein wird, wenn die Klubs auch bereit sind, die eine oder andere Englische Woche zusätzlich zu absolvieren.“ Und auch Faltenbacher möchte nicht ausschließen, „dass uns aufgrund der pandemischen Entwicklung die Zeit dafür fehlen wird.“
Janker über eine Saisonverlängerung: „Mit dem Stichtag hängt vieles zusammen“
In den meisten Ligen stehen noch sechs oder sieben Spieltage aus, doch haben einige Mannschaften im Herbst bis zu fünf Nachholpartien angehäuft. Bis Mitte Juni sollten die Vereine auf jeden Fall für die Punktspiele einplanen. In den zwei Wochen danach könnte die Relegation durchgezogen werden. Bis zum 30. Juni soll die Saison auf jeden Fall beendet sein.
Dass die Saison - ähnlich wie in Niedersachsen - verlängert wird, schließt der BFV-Verbandsspielleiter zum aktuellen Zeitpunkt aus. „Denn mit dem Stichtag hängt vieles zusammen – gerade hinsichtlich der Wechselfrist und der Spielberechtigungen“, so Janker, der aber gleichzeitig ein kleines Hintertürchen offen hält. „Sollte uns am Ende Zeit für das eine oder andere Relegationsspiel fehlen, dann kann ich mir in Einzelfällen schon vorstellen, dass wir ein paar Tage in die Verlängerung gehen, so dass wir auch hier nicht wegen weniger Tage Entscheidungen am Grünen Tisch brauchen.“
Janker hoff auf eine „weitgehend unbeschwerte Saison 2021/22“
Wann die Vereine mit ihren Mannschaften wieder in einen vernünftigen Trainings- und einen geregelten Spielbetreb starten können, hängt weiterhin von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab und wird die Klubs und den Verband auch die nächsten Wochen noch beschäftigen. Janker hat zum Abschluss noch einen Wunsch: „Ziel ist und bleibt es aber, dass wir am 30. Juni durch sind und uns alle auf eine hoffentlich weitgehend unbeschwerte Saison 2021/22 freuen können.“


