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Laufen: Drei lange Jahre musste der SV Laufen warten, um wiederum die Stadtmeisterschaft im Kleinfeldfußball austragen zu können. Corona verhinderte eine Austragung. Doch am Samstag, den 2. Juli ist es nun endlich so weit. Die 18. Stadtmeisterschaft im Hobby-Kleinfeld steigt auf dem Sportgelände des SV Laufen an der Freilassinger Straße.
Die Anmeldezahl zur 18. Stadtmeisterschaft zeigt, dass alle wieder richtig Lust auf Fußball haben. 17 Mannschaften haben sich für die Meisterschaft angemeldet. Dabei auch ehemalige Titelträger, wie die DC Turtles als auch Benfica Haiden. Erstgenannte DC Turtles haben 2019 und 2018 die beiden letzten Ausgaben gewonnen und könnten nun sogar einen lupenreinen Hattrick hinlegen. Für die Turtles wäre es dann der insgesamt vierte Titel in Laufen. Dabei haben es die beiden ehemaligen Titelträger sicherlich nicht einfach. Viele neu zusammengestellte Teams rechnen sich einiges aus und werden es diesen beiden Mannschaften sicherlich so schwer als möglich machen.
Um 13 Uhr startet auf dem Sportgelände an der Freilassinger Straße in Laufen die Stadtmeisterschaft. In zwei Vorrundengruppen, anschließenden Platzierungsspielen und dem Finale, welches auf 20.14 Uhr terminiert ist, wird der neue Stadtmeister ausgespielt, der dann den Wanderpokal mit nach Hause nehmen kann.
In Gruppe A starten: Benfica Haiden, FC Gutkick, FC Delirium, Grenzland Perchten, FC Heining, FC Spartans, 2 WVSC, Dynamo Snusgrub und Laufner Garage.
Die Gruppe B beinhaltet folgende Teams: DC Turtles, Boazenbuam, Olympichaos Bieräus, Hörls Angels, Team Grauer Star, FC Post, Gummibärenbande und FC Biercelona.
Eröffnen wird das Turnier die Gruppe A mit den Spielen Benfica Haiden vs. Laufner Garage und FC Gutkick vs. 2 VWSC.
Nach dem Finale findet die Siegerehrung statt, die dann in einen unterhaltsamen Abend am Sportgelände übergeleitet wird. Der SV Laufen freut sich auf zahlreiches Interesse und auf alle Fans der unterschiedlichen teilnehmenden Mannschaften. Für Speis und Trank ist gesorgt.

Foto 1: Die DC Turtles sind der Gewinner der letztmaligen Ausgabe aus dem Jahr 2019.

Foto 2: Benfica Haiden konnte letztmals 2014 den Stadtmeistertitel einfahren.
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Die Delegierten haben auf dem 26. Ordentlichen Verbandstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in Bad Gögging weitreichende Reformen für den bayerischen Amateurfußball auf den Weg gebracht. Mit großer Mehrheit votierten die 261 anwesenden stimmberechtigten Delegierten für die Abschaffung der Auswärtstorregel.
Eine klare Mehrheit fand auch die Einführung der Zehn-Minuten-Strafe in den Spielklassen des Erwachsenenbereichs von der Landesliga abwärts nach dem Vorbild der Regelung im Junior*innen-Bereich, wo es aktuell die Fünf-Minuten-Strafe gibt. Im Vorfeld des Verbandstags war angedacht, die Zehn-Minuten-Strafe auch in den beiden Bayernligen einzuführen. Eine kurzfristige Änderung der DFB-Spielordnung macht diese Änderung aber nur bis zur Landesliga möglich.
Bereits im Vorfeld des Verbandstages hatte der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) am Freitagvormittag neue Werberichtlinien für den bayerischen Amateurfußball beschlossen. Fortan besteht die Möglichkeit, sowohl auf der Trikotrückseite als auch auf der Hose Werbung zu platzieren.
Allen drei Reformen waren bayernweite Meinungsbilder vorausgegangen, an denen 957 Vereine teilgenommen hatten. Darin hatten 82,4 Prozent der Teilnehmer*innen für die Abschaffung der Auswärtstor-Regel bei K.o.-Spielen im bayerischen Amateurfußball votiert. 63,0 Prozent der Klub-Vertreter*innen stimmten außerdem dafür, auch auf der Trikotrückseite Werbung platzieren zu können. Nahezu ausgeglichen war indes das Resultat für eine etwaige Werbemöglichkeit auf der Hose – die Zustimmung lag bei 51,8 Prozent.
Auch die Einführung der Zeitstrafe fand bereits im Vorfeld des Verbandstages bei den Vereinsvertreter*innen Zustimmung: 71,5 Prozent sprachen sich im Meinungsbild dafür aus. Den Wünschen der Vertreter*innen der Basis wurde mit dem nun erfolgten Vorstandsbeschluss und dem Votum der Delegierten auf dem Verbandstag, entsprochen. Die Werberichtlinien und die Spielordnung werden nun entsprechend angepasst.
Zudem hatten die Delegierten auf dem Verbandstag in Bad Gögging über fünf Vereinsanträge zu entscheiden. Die Anträge waren zuvor bereits auf den jeweiligen Bezirkstagen von den Delegierten angenommen worden.
- Mit großer Mehrheit votierten die Delegierten für die Abschaffung der Spielerpässe in Papierform. Zuvor hatten die DJK SV Griesstätt (Oberbayern), der SV Ihrlerstein (Niederbayern), der SV Bergheim (Schwaben), der Sportring Bayreuth (Oberfranken) und der SC Eckenhaid (Mittelfranken) diese Anträge auf ihren jeweiligen Kreis- und Bezirkstagen gestellt.
- Die SSV 1920 Dillingen (Schwaben) hatte beantragt, dass alle Entscheidungen der gewählten BFV-Verbandsorgane außerhalb von Verbandstagen, die Änderungen und Ergänzungen der Satzungen und Ordnungen des Bayerischen Fußball-Verbandes zur Folge haben, den Vereinen über das BFV-Postfach "Zimbra" mitgeteilt werden. Diesem Antrag wurde auch jetzt auch auf Verbandsebene mit großer Mehrheit angenommen.
-Die SSV hatte sich in einem zweiten Antrag dafür ausgesprochen, dass alle Vereine bis 11 Uhr des jeweiligen Spieltags die Möglichkeit haben, angesetzte Spiele einvernehmlich und kostenfrei zu verlegen, sollte im zugehörigen Landkreis die "Corona-Ampel" der Bayerischen Staatsregierung auf Gelb oder Rot springen. Die Regelung soll zudem auch analog für mögliche Nachfolgeverordnungen der Bayerischen Staatsregierung zur "Corona-Ampel" in der Corona-Pandemie Gültigkeit haben. Die Delegierten auf dem Verbandstag stimmten diesem Antrag ebenfalls mehrheitlich zu.
- Die DJK Eggolsheim (Mittelfranken) hatte eine Änderung des §34 der BFV-Spielordnung beantragt, der den Einsatz von Spieler*innen in verschiedenen Mannschaften regelt. Nach dem Wunsch des Vereins sollte die Einsatzbeschränkung nach dem letzten Spiel der ersten Mannschaft vor der Winterpause so lange verlängert werden, bis die zweite Mannschaft nach der Winterpause zwei Verbandsspiele ausgetragen hat. Die Delegierten stimmten mit knapper Mehrheit für den Antrag.
- Zudem ging ein Antrag des TSV Harsdorf (Oberfranken) auf eine Anpassung der Paragrafen 43 (Spielerlaubnis für Verbandsspiele – Wechselperiode II) und 44 (Wegfall der Wartefristen beim Vereinswechsel) der BFV-Spielordnung ein. Da beide statuarischen unter allgemein verbindliches Recht des DFB fallen, hat der Verein den BFV beauftragt, die von ihm vorgeschlagenen Änderungen der Spielordnung beim nächsten DFB-Bundestag einzufordern. Der Antrag fand bei den Stimmberechtigten eine klare Mehrheit.
Einstimmig angenommen wurde auch der "Leitantrag zum BFV 2022 – 2026".
Dieser sieht auf Basis der Ergebnisse einer umfangreichen und breit angelegten Vereinsbefragung aus dem Dezember 2021, der Befragung der ehren- und hauptamtlichen BFV-Mitarbeiter*innen sowie mit Blick auf gesellschaftliche Trends und Entwicklungen insgesamt sechs strategische Kernziele vor, um den großen Herausforderungen, vor denen der Amateurfußball in den kommenden Jahren steht, wirkungsvoll zu begegnen.
Diese sind:
- Der BFV will zusammen mit den Verantwortlichen in den bayerischen Fußball-Vereinen die Zahl der Spieler*innen und Mannschaften bei Kindern und Junior*innen steigern.
Gemeinsam gilt es, die Zahl der Spieler*innen und Mannschaften bei Erwachsenen zumindest zu stabilisieren und im Bestfall zu steigern.
- Verband und Vereine wollen gemeinsam Modelle zur noch direkteren Mitwirkung der Amateurfußball-Basis entwickeln und die Intensität des direkten Dialogs merklich ausbauen. Wir wollen durch noch stärkere Aus- und Weiterbildungsangebote die Vereinsarbeit unterstützen und dazu beitragen, ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und Schiedsrichter*innen zu gewinnen.
- Der BFV möchte den sich stark verändernden gesellschaftlichen Anforderungen positiv begegnen und im Team ein Spiegelbild unserer Sportler*innen werden und Themen wie Digitalisierung, Toleranz, Diversität, Kinderschutz und Nachhaltigkeit leben.
- Der BFV als Dachorganisation des bayerischen Amateurfußballs muss sich selbst eine zukunftsorientierte Struktur geben, die Bewährtes und Etabliertes beibehält, aber neuen Herausforderungen ebenso visionär wie pragmatisch und zeitgemäß begegnet und nicht aus Selbstzweck in sich verharrt.
- In enger Abstimmung und weiterhin mit maximaler Transparenz gegenüber unseren Mitglieds-Vereinen gilt es, die Verbandsfinanzierung solide und zukunftssicher aufzustellen – mit dem klaren Ziel, Unterstützung im Vereinsalltag und zukunftssichernde Maßnahmen für die Vereine abzusichern.
Angenommen wurde auch der Initiativantrag "Ohne Schiri geht es nicht". Der Initiativantrag sieht im Kern vor, dem zunehmenden Schiedsrichter*innen-Mangel im Jugend- und im niederklassigen Amateurbereich entschieden entgegenzutreten und das Schiedsrichter*innen-Wesen bis zum Spieljahr 2023/2024 wieder merklich attraktiver zu gestalten.
Als Ergebnis der bayernweit ausgetragenen Runden Tische mit den Vereinsvertreter*innen wurden zahlreiche Themen identifiziert und Maßnahmen angeregt: So sollen unter anderem neue Konzepte entwickelt werden, um Unparteiische zu gewinnen und die bereits ausgebildeten Referees an ihr Hobby zu binden. Dafür sollen, wie im Antrag festgehalten, die Spesenordnung für Schiedsrichter*innen sowie die Finanzordnung angepasst werden, damit Referees zukünftig höhere Aufwandsentschädigungen erhalten und so auch die finanziellen Rahmenbedingungen für den Dienste an der Pfeife angepasst werden. Des Weiteren soll auch der zeitliche Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung einer Spielleitung überdacht und modifiziert werden. Darüber hinaus sieht der Antrag auch eine Neuregelung der Ausfallgebühren für Vereine vor, die keine Schiedsrichter*innen stellen, bzw. Die Soll-Zahlen nicht erreichen.
Die Anzahl der Referees in Bayern hat in den letzten Jahren rapide abgenommen. Während es im Jahr 2000 noch 13.379 aktive Schiedsrichter gab, stehen heute nur noch 9856 regelmäßig auf dem Platz und übernehmen Verantwortung.

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