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Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hält auch weiterhin an seinen flexiblen Maßnahmen zur Durchführung des Amateurfußball-Spielbetriebs im Freistaat während der Corona-Pandemie fest – das ist das Ergebnis einer Sitzung vom Montagabend, in der die Lage nochmals intensiv erörtert worden ist. Seit dem Re-Start am 19. September 2020 konnten in Bayern 43.208 Partien und damit über 85 Prozent aller angesetzten Spiele durchgeführt werden.
Eine Generalabsage ist aktuell und stets vorbehaltlich weitergehender staatlicher Maßnahmen nicht vorgesehen. Aktuell ist der Breitensport in Bayern weiterhin erlaubt. „Auch wenn die staatlichen Vorgaben den Breitensport ausdrücklich auch weiterhin zulassen und sich Mediziner ebenso wie Wissenschaftler unisono einig sind, dass das Fußballspiel an sich kein erhöhtes Infektionsrisiko darstellt, so ist die Verunsicherung allerorten spürbar. Deswegen kann jeder Verein, der Bedenken hat und in einem solchen Gebiet beheimatet ist oder eben dort antreten soll, sein Spiel auf Antrag kostenfrei verlegen“, hatte der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb zuständige Schatzmeister Jürgen Faltenbacher bereits in der vergangenen Woche gesagt: „Denjenigen, die spielen wollen, sollen auch jetzt spielen dürfen. Dabei ist klar, dass nicht das Fußballspiel selbst ein erhöhtes Risiko darstellt, sondern An- und Abreise, Aufenthalte in den Umkleiden und Duschen oder in den Zuschauerbereichen. Hier, und das ist mir sehr wichtig, haben wir es alle selbst in der Hand. Jeder muss alles dafür tun, um Kontakte zu beschränken und Gefahren erst gar nicht entstehen zu lassen.“
Aufgrund der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen hatte der BFV am vergangenen Freitag im sogenannten Corona-Paragrafen 94 der Spielordnung die zusätzliche Möglichkeit kostenloser Spielverlegungen geschaffen – und zwar für alle Vereine, die in einer Region mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert ab 50 beheimatet sind oder nicht zu Partien in solche Gebiete reisen wollen (bzw. nicht gegen Gegner aus solchen Gebieten antreten wollen). Eine Zustimmung des gegnerischen Vereins ist dabei nicht erforderlich. Es reicht aus, einen Antrag beim jeweiligen Spielleiter zu stellen sowie den Gegner sowie den Schiedsrichter rechtzeitig über eine solche Entscheidung von Vereinsseite zu informieren.
Auch jetzt, also am vergangenen Wochenende, gingen rund zwei Drittel aller Partien über die Bühne. Bekanntlich hatten sich Anfang September etwas mehr als 80 Prozent der bayerischen Vereine dafür ausgesprochen, den Spielbetrieb in diesem Jahr wieder aufzunehmen, sollten dies die staatlichen Vorgaben ermöglichen.
AUSNAHMEREGELUNG GREIFT NICHT IN DER REGIONALLIGA BAYERN
Diese Regelung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2020, ausgenommen hiervon ist die Regionalliga Bayern – dies hat der Vorstand jetzt so beschlossen. „Hintergrund, die Regionalliga Bayern von der Möglichkeit der einseitigen Spielabsage auszunehmen, ist für den Vorstand zuvorderst die besondere Terminsituation, die sich vor allem aus der Schnittstelle zur 3. Liga und den damit einhergehenden Aufstiegsspielen auf nationaler Ebene ergibt“, sagt BFV-Verbandsspielleiter Josef Janker.
STAATSREGIERUNG ERLAUBT BEI INZIDENZEN ÜBER 100 NUR NOCH 50 ZUSCHAUER
Die Bayerische Staatsregierung hat nach der Regierungserklärung von Markus Söder in der aktuell gültigen Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Änderungen vorgenommen, die auch den Amateurfußball-Spielbetrieb betreffen.
So besagt der am 22. Oktober 2020 geänderte § 26 (2) 2, dass beim Überschreiten des 7-Tage-Inzidenzwertes 100 (Ampelfarbe dunkelrot) die Zahl der Zuschauer auf 50 begrenzt ist – nicht mit inbegriffen sind hierbei Spieler, Trainer und Funktionspersonal.Bereits vor einer Woche hatte das Kabinett beschlossen, dass Besucher von Fußballspielen in Gebieten mit einer 7-Tages-Inzidenz größer 35 zwingend einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen haben.
Im Berchtesgadener Land besteht mit Stand 26. Oktober 2020 ein Inzidenzwert von 236,95. Die bis 2. November 2020, 24 Uhr gültige Allgemeinverfügung des Landkreises BGL untersagt derzeit Sportveranstaltungen einhergehend mit der Untersagung des Betriebes von Sportstätten/Sportplätzen. Der SV Laufen hat bis auf weiteres den Trainingsbetrieb ausgesetzt.

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Der Spielbetrieb im Kreis Inn/Salzach steht vor enormen Problemen, eine ordnungsgemäße Beendigung der Meisterschaftsspiele in der laufenden Saison 19/20 ist sehr gefährdet. Die allgemeine Situation um Covid 19 ist bekannt, die Inzidenzzahlen sind hoch, im Kreis Berchtesgadener Land gibt es aktuell einen kompletten Lock Down und das alles macht – obwohl Fußballspiele außerhalb des Lock Down Gebiets explizit nach wie vor erlaubt sind – es im Gesamten einfach schwierig.
Die Umstände sind vielfältig und gehen von drohenden Arbeitgebern, Arbeitsausfälle, Ängste der Vorstände/Spieler/Familien bis hin zur bekannten Ansteckungsgefahr. Obwohl bisher kein Einziger bekannter Fall direkt vom Fußball spielen kommt und das Spielen selbst durch die Freiluft und die Hygieneregeln weniger gefährlich ist als vieles Andere, sind diese Unsicherheiten nicht zu übersehen. Um den noch offenen Nachholspielen die notwendige Priorität zu geben und eine ordnungsgemäße Beendigung der BFV Meisterschaftsspiele der Saison 19/20 wieder in den Bereich des Möglichen zu rücken, ergehen hiermit folgende Beschlüsse des KSPA Inn/Salzach:
Zum Ligapokal:
- Der Ligapokal im gesamten Kreis Inn/Salzach wird mit sofortiger Wirkung ausgesetzt, alle aktuell noch angesetzte Spiele werden abgesetzt;
- Über die Fortsetzung des Ligapokals im Kreis Inn/Salzach wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden
- Die Entscheidung darüber wird amtlich bekannt gegeben
- Auf die amtlich veröffentlichen Durchführungsbestimmungen wird verwiesen
Zur Meisterschaft der Punktrunde 19/20:
- Ausgefallene und abgesagte Meisterschaftsspiele werden soweit wie möglich ab sofort neu terminiert und amtlich angesetzt
- Für diese Spiele gelten die gültigen Hygieneregeln und die aktuelle SPO des BFV
- Ziel ist es, die Anzahl der offenen Nachholspiele noch heuer in hoher Zahl zu minimieren.
Im Namen des Kreisausschuss Inn-Salzach
Carmen J. Gardill Hans Mayer
Kreisvorsitzende Kreisspielleiter


