Laufen: Sonntag ist Stadtderbyzeit in der A-Klasse. Der SV Leobendorf empfängt in Au bei Stögen den SV Laufen zum zweiten Stadtderby der aktuellen Saison. Nach dem 2:0 der Leobendorfer Elf in der Hinrunde in Laufen, steht nun die Revanche auf dem Spiel. Eigentlich ein ganz „normales“ Fußballspiel, möchte man meinen, erwartet die Fans der beidseitigen Lager, mit einer gewissen Grundbrisanz.
Ein Fußballspiel dauert zumeist 90 Minuten, es stehen am Beginn 22 Mann auf dem Feld, ein Unparteiischer und am Spielfeldrand lauern 100-200 Zuschauer. Ein ganz normales Fußballspiel im Amateurbereich in Südostbayern. Genau ein solches erwartet am Sonntag die Fußballfans in der Stadtgemeinde Laufen. In der A-Klasse 6 erwartet der SV Leobendorf am 14. Mai um 14 Uhr den SV Laufen auf heimischen Rasen in Au bei Stögen. Das Hinspiel entschied der SV Leobendorf nach zwei Treffern von Dominik Strang mit 2:0 für sich. Nun wartet das Rückspiel, die Revanche? Beide Teams rangieren als Tabellenerster und Tabellenzweiter, und somit neben dem WSC Bayerisch Gmain als Aufstiegsfavoriten in die Kreisklasse an der Spitze des A-Klassen-Klassements. Beide Teams mussten schon den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen, der einigen Dingen geschuldet war. Verletzungspech, einfach einen miesen Tag gehabt und weitere Unzulänglichkeiten.
Unzulänglichkeiten die es gilt, am Sonntag zuhause zu lassen oder spätestens in der Kabine am Kleiderhaken abzugeben. Vollste Konzentration wird auf beiden Seiten von Nöten sein, um ein fehlerfreies Spiel abzulegen. Egal ob der SV Leobendorf oder der SV Laufen gewinnen, die Aufstiegsambitionen werden auch nach Sonntag nicht vollends über die Brücke geworfen werden können. Bei dann noch drei ausstehenden Spieltagen und einem weiteren Nachholspiel für den SV Leobendorf gibt es noch genügend Punkte zu verteilen, aber natürlich auch zu verlieren, denn auch der dritte Aufstiegskandidat im Bunde, der WSC Bayerisch Gmain, wird es noch mit den beiden Sonntagskontrahenten zu tun bekommen. Beide Mannschaften verfügen über eine beeindruckende Defensive. Kassierte der SV Leobendorf mit 12 Treffern die wenigsten Gegentore der A-Klasse, rangiert der SV Laufen mit 18 Gegentoren gleich dahinter. In der Offensive schlägt das Pendel aber klar für den SV Laufen aus. Satte 74 Tore hat der SV Laufen auf dem Konto, während der SV Leobendorf mit 41 Toren lediglich die fünfte Position in dieser Statistik einnimmt. Allerdings muss man auch festhalten, dass nicht jede Partie in der A-Klasse zu einem wirklichen Leistungsstand einer einzelnen Mannschaft herangezogen werden kann. Zu leicht steht und fällt ein Ergebnis mit Tagesformen von Einzelspielern oder Kollektiven. Daher wird es am Sonntag auch auf die Tagesform der beiden Mannschaften ankommen, wer schlussendlich als Sieger vom Platz gehen kann oder aber man sich auf eine schiedlich friedliche Punkteteilung „einigt“. Schiedsrichter der Partie wird Dorian Felten vom TSV Traunwalchen/Matzing sein. Dieser hat im Übrigen in der Vorrunde das 1:1 zwischen dem TSV Petting und dem SV Laufen geleitet.
Eins dürfte jedoch sicher sein. Alle 22 Mann inklusive den Ergänzungsspielern erwartet ein Samstag Vorabend in den heimischen vier Wänden und einer intensiven Vorbereitungsphase in ruhiger Atmosphäre und im Kreise ihrer Familien. Alles in allem also ein „ganz normales Fußballspiel“.
Die Laufener Zweite tritt an diesem Wochenende ebenfalls auswärts an. Am Samstag, den 13. Mai reist der SVL 2 zum SV Surberg 2 und will dort seine Erfolgsserie in der C-Klasse 7 fortsetzen. Denn ein 3:1 bei der SG Scheffau-Schellenberg als auch ein 5:1 gegen die DJK Kammer 2 sind Ergebnisse, auf welche man leistungstechnisch aufbauen kann und mit Selbstvertrauen in die weiteren Aufgaben geben kann.

Werden das ein oder andere Mal, wie hier im Hinspiel in Laufen, auf dem Leobendorfer Sportplatz wieder den Weg kreuzen. Christian Höhn (links vom SV Laufen) und Andreas Klinger (SV Leobendorf)
Foto: Michael Scheungrab für den SV Laufen (Archiv)